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Der proctopus blog ist ein Online-Magazin für den Einkauf und die Logistik im Wandel. Was uns besonders macht: Unsere Experten berichten direkt von der Einkäufer-Front. Dabei zählt für uns das große Ganze und nicht die Einzellösung. Sowohl im Blog, als auch an der Front.

Einkauf 2025

6 ultimative Tipps für Ihren digitalen Durchbruch 

13. Juni 2019  Lesezeit 8 Minuten

Wie schafft man Freiräume für die digitale Transformation? Wie holt man das Einkäufer-Team ab? Wie sieht Ihr Arbeitstag in fünf Jahren aus? 

 

Als digitale Transformer mittelständischer Einkaufsabteilungen erleben wir die Potenziale, aber auch die Probleme der Digitalisierung tagtäglich. So können wir gut vergleichen, was funktioniert und was nicht. Anhand dieser Erfahrungen geben wir Ihnen die sechs wichtigsten Tipps für Ihren digitalen Durchbruch mit auf dem Weg. 

1.   Tipp: Vision - digitale Renditepotenziale heben

Ohne eine digitale Vision, wie Sie in Zukunft Geld verdienen möchten, wird es schwer sein, Ihre Mitarbeiter, Partner und Kunden für die digitale Transformation zu begeistern. Das gilt für die Geschäftsführung genauso, wie für den Einkauf. Doch wie erschafft man eine solche Vision? 

Beim digitalen Wandel der Wirtschaft geht es um viel mehr, als nur darum, Prozesse zu automatisieren. Es entstehen neue, oft ungeahnte Lösungen, neuartige Berufsbilder, innovative Technologien und disruptive Produkte. Plattformökonomie und 3-D-Druck wiederum lösen Unternehmensgrenzen auf. Letztlich können Produkte individueller, wirtschaftlicher und schneller hergestellt werden.
 
Aber wie finden Sie neue smarte Geschäftsmodelle?
 
Ein smartes Geschäftsmodell ist letztlich eine digitale, intelligente und einfach zu handhabende, neuartige Lösung. Im Grunde basieren diese digitalen Geschäftsmodelle auf Daten, Analysen und Vernetzung – ob mittels künstlicher Intelligenz und Big Data oder Industrie 4.0 und 3-D-Druck. Die Digitalisierungs- und Einkaufsplattform proctopus beispielweise ermöglicht Einkäufern neben der Digitalisierung des Einkaufs auch die Ansprache ganzer Lieferanten-Netzwerke statt einzelner Lieferanten. Das spart Geld, ermöglicht neue Synergien und schafft Raum für neue fortschrittliche Produkte.
 
Um neue Produkte entwickeln zu können, hilft der Blick in den Rückspiegel: Warum stehen Sie heute da, wo Sie stehen? Was hat Sie auf dem Weg dahin ausgebremst? Und vor allem: Worin sind Sie einzigartig gut?
 
Diese Kernkompetenzen sollten Sie idealerweise in wenigen Sätze zusammenfassen. Um nun neue Geschäftsmodelle entwickeln zu können, helfen Gespräche mit Kunden, Internetrechen, Fachmedien und der Blick auf andere Branchen als auch Länder.
 
Unser wichtigster Tipp: Denken Sie immer daran, was wäre, wenn Sie und Ihre Partner unkompliziert auf all die (Echtzeit-)Daten Ihrer Vertriebskanäle, Lieferketten, Lieferanten, Kunden und Produkte zugreifen könnten und diese Daten durch smarte Analysen richtig verstehen. Die Einkäufer managen dabei die wichtigen Daten-Schnittstellen zu Lieferanten, Produktion, F&E, Vertrieb und Kunden. Aus dieser Position heraus können neue datenbasierte Geschäftsmodelle entwickelt, getestet und verbessert werden.
 
Dopen Sie Ihre Verkaufsschlager mit künstlicher Intelligenz, Big Data, Industrie 4.0., 3-D-Druck und Co. Und vor allem: proctopus kann Sie dabei unterstützen, Freiräume für ihre Mitarbeiter zu schaffen, damit diese neue Ideen entwickeln, testen und auf die Straße bringen können.
 
Lernen Sie Ihre Daten kennen und verstehen, um auf Basis Ihrer Kernkompetenzen neuartige Produkte, Geschäftsmodelle und Services zu entwickeln.

2.   Tipp: Freiräume schaffen

Die Digitalisierung eines Unternehmens ist ein großes Projekt, welches man nur in kleinen Schritten im Alltag eingleisen kann. 

Zahlreiche Studien zum Thema Digitalisierung unterschiedlicher Interessengruppen haben eines gemeinsam: Sie zeigen, dass der deutschsprachige Mittelstand zu langsam ist. Fahrt nimmt man aber nicht mit schnellen, großen Projekten auf. Konfuzius brachte es schon vor 2.500 Jahren auf den Punkt: Der Mensch stolpert nie über Berge, sondern über Maulwurfshügel.

 

Digital-Workshops mit den einzelnen und später allen Fachabteilungen können die Menschen inspirieren, Mut machen und motivieren. Der neue Digitalchef kann Anregungen geben, muss aber letztlich gemeinsam mit den Fachabteilungen überlegen, wie man die neuen Instrumente als ein Team nutzt. Die Mitarbeiter mit iPads und anderer neuer Hardware auszustatten, hat hingegen nichts mit Digitalisierung zu tun. 

 

Wer Prozesse so optimiert, dass seine Mitarbeiter erfolgreicher sind und Zeit gewinnen, verschafft ihnen mehr Freude an der digitalen Transformation. 

 

Setzen Sie auf kleine, leicht einzuführende digitale Helfer, um ihren Mitarbeitern Freiräume zu verschaffen und sie für den digitalen Einkauf begeistern. 

3.   Tipp: Zusammenhalt schmieden

Technologie macht Veränderung möglich, aber sie treibt sie nicht an. Die Einzigen, die Innovationen voranbringen können, sind die Menschen:  Ihre Belegschaft, Partner, Kunden und Lieferanten. 

 Beim Blick nach innen übersehen aber viele Chefs den Einkauf. Doch genaues Hinschauen lohnt sich: So bestehen im Maschinenbau etwa 60 Prozent der Kosten aus zugekauftem Material. proctopus hat Kunden, die rund die Hälfte der Unternehmensinnovationen extern aus dem Beschaffungsmarkt beziehen. Dennoch erleben wir immer wieder, dass die Geschäftsführer den Einkauf beim Thema Digitalisierung zu wenig berücksichtigen.

 

Warum ist das so? 

 

Für Ingenieure waren Einkäufer bisher nicht selten ein rotes Tuch. Man befürchtet Kosteneinsparungen zu Lasten der eigenen Abteilung. Zudem ist die Technik oft so stark mit Projekten ausgelastet, dass alle zusätzlichen Änderungswünsche als Störung empfunden werden. 

 

Gelingt es aber dem Einkauf und Supply Chain Management, die umfangreichen Daten entlang Ihrer Liefer- und Wertschöpfungskette zu analysieren und zu verstehen, bietet dies viele wertvolle Chancen. Diese Daten sind die wichtigsten Berater eines Unternehmens. Sie bekommen Risiken besser in den Griff und können neue Services, Produkte sowie Geschäftsmodelle entwickeln. 

 

Erst wenn Einkäufer und Techniker dieselbe Sprache sprechen, ziehen beide Abteilungen an einem gemeinsamen Strang, verstehen sich im Alltag besser, deuten Daten sinnvoller und entwickeln gemeinsame Digitalisierungsstrategien. 

4.   Tipp: Einfach starten

Perfektionismus bremst Mittelständler bei der Digitalisierung aus. Viel eher braucht es pragmatische Manager, die auch einfach mal mit neuen Technologien experimentieren. Das ist auch ein Grund, warum Länder wie China oder die USA so schnell sind: Sie reden nicht lange und machen einfach.

Selbst wenn die Mitbewerber eines Unternehmens noch nicht soweit sind, bedeutet das nicht, dass man abwarten sollte, was passiert. In den meisten Fällen gewinnen diejenigen, die den ersten Schritt machen: die First-Mover. 

 

Pragmatismus statt Perfektionismus bedeutet auch, scheitern zu dürfen. Nur weil ein Tool nicht auf Anhieb den gewünschten Erfolg bringt, ist es nicht gleich komplett ungeeignet.

 

Unternehmen brauchen für ihre Transformation Ausdauer und müssen neue Instrumente testen, testen, testen. 

5.   Tipp: Verbündet Euch

Es lohnt sich, Allianzen einzugehen. Dabei sitzen die wichtigsten Verbündeten bereits vor Ihnen: die eigenen Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. 

Es gibt beispielsweise in beinahe jeder Branche Start-ups, die fortschrittliche Geschäftsmodelle und Lösungen entwickeln. Im Tagesgeschäft aber arbeiten 66 Prozent der Mittelständler (50 bis 499 Mitarbeiter) nicht mit Start-ups zusammen. Dies geht aus einer Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 640 Unternehmen (Stand 2018) hervor. Wenn aber erfolgreiche Mittelständler sowie junge Start-ups mit frischen Ideen und neuesten Technologien zusammenkommen, profitieren beide.
 
Ebenso können Einkäufer und Supply Chain Manager als Scouts und Manager von Innovationen ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Gerade deren wertvolles Wissen über die zahlreichen Lieferanten hilft, die zahlreichen Daten entlang der Liefer- und Wertschöpfungsketten besser zu verstehen und zu deuten.
 
Regionale oder branchenspezifische Unternehmensverbände sowie Unternehmen mit komplementären Produkten und Dienstleistungen sind eine weitere große Chance, um sich zu verbünden und an Stärke, neuen Märkten und Ressourcen zu gewinnen.
 
Zu guter Letzt ermöglichen es Einkaufsplattformen wie proctopus den Unternehmen, von enormen Bündelungseffekten starker Einkaufsgemeinschaften zu profitieren.
 
Wer seine Ideen nur hinter verschlossenen Firmentoren entwickelt, wird das Nachsehen haben.


6.   Tipp: Mit dem Navi durch die Lieferkette

Instrumente wie Smart Contracts, Big Data in Echtzeit, E-Shops und die Einkaufsplattform proctopus machen die Wertschöpfung entlang der Lieferketten sicherer, einfacher und intelligenter. 

Analyse Software ermöglicht es dem Einkauf, Vorhersagen für die Zukunft zu treffen sowie Einkaufsstrategien und neue Geschäftsmodelle zu simulieren.
 
Einkäufer werden teilweise zu Programmierern von Sourcing-Algorithmen. Unterm Strich bleibt so mehr Zeit für die strategische Arbeit, aber auch für die Entwicklung neuer Ideen.
 
Doch eins nach dem anderen. Vielen fällt es schwer, ihre Stammdaten für digitale Projekte aufzubereiten. Oft setzen sie digitale Projekte zeitgleich mit der Aufbereitung ihrer Daten um, was dann für Chaos und Unmut bei der Belegschaft, den Kunden und den Lieferanten sorgt. Auch beim Thema Stammdaten können externe Spezialisten wie Kloepfel Services dem Einkauf unter die Arme greifen.

 Die 6 Tipps zusammengefasst

1. Entwickeln Sie eine digitale Vision, wie Sie in Zukunft Geld verdienen möchten. 

2. Begeistern Sie Ihre Mitarbeiter mit kleinen digitalen Helfern für den Einkauf der Zukunft. 

3. Qualifizieren Sie Ihre Mitarbeiter weiter, damit alle eine Sprache sprechen und ein Team bilden. 

4. Scheitern erlaubt: Testen, testen, testen. 

5. Erfinden Sie das Rad nicht neu: Verbünden Sie sich mit Lieferanten und Start-ups. 

6. Die Daten Ihres Unternehmens sind Ihr wertvollstes Gut. 

Sie haben Fragen? 
Dann schreiben Sie unseren Experten.

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